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Als Hypnotherapie oder Hypnosepsychotherapie werden heute Therapieformen zusammengefasst, die u. a. das vorhandene Wissen über die Wirkung von Trance und Suggestionen therapeutisch nutzen. Um Heilungs-, Such- und Lernprozesse zu fördern, wird entweder Hypnose im mehr formalen Sinn praktiziert oder es werden alltägliche Tranceprozesse für die therapeutische Arbeit genutzt. Daneben kann Hypnotherapie auch als Selbsthypnosetraining bzw. Erlernen von (Tiefen-) Entspannungsübungen gestaltet werden.

Der Begriff der Hypnose ist vom griechischen ὕπνος (hypnos) „Schlaf“, abgeleitet. Früher ging man davon aus, dass es sich bei der Hypnose um einen schlafähnlichen Zustand handle. Dem ist nicht so.

Grundlegend kann man sagen, dass im hypnotischen Zustand, auch „Trance“ genannt, die bewusste Aufmerksamkeit reduziert und fokussiert ist. Das heißt, bestimmte Wahrnehmungen über unsere Sinneskanäle (visuell [sehen], akustisch [hören], kinästhetisch [fühlen], olfaktorisch [riechen] und gustatorisch [schmecken]) sind sehr stark eingeschränkt und unsere Wahrnehmung ist auf das innere Erleben, das sogenannte Unbewusste und dessen Erfahrungen und Erinnerungen gerichtet.

„Hypnose ist ein sehr altes und zugleich modernes Heilverfahren. Sie verbindet Körper und Seele wie keine andere Therapieform. Hypnose leistet aber nicht nur diese einzigartige Brückenfunktion zwischen den im Laufe der Jahrhunderte sich auseinander entwickelten Wissenschaften der Medizin und der Psychotherapie, sie verbindet auch innerhalb der Psychotherapie psychodynamische und lösungsorientierte Ansätze in einfacher Weise.“
(aus: REVENSTORF, P. (Hrsg.): Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin. 2. Auflage; Springer Medizin Verlag Heidelberg 2009. Seite XI)

Klinische Hypnose
Die moderne Hypnotherapie geht zurück auf den amerikanischen Psychiater, Psychologen und Psychotherapeut Milton H. Erickson (1901 - 1980). Trance wird als ein natürlicher Prozess gerichteter Aufmerksamkeit verstanden, wie Sie ihn u.a. auch im Alltag erleben Die Faszination durch einen spannenden Film oder ein Buch lässt z.B. Dinge im Umfeld in den Hintergrund treten; oder wenn bei sportlicher Betätigung, z.B. Läufern, die Anstrengung in Leichtigkeit übergeht...

Mit Hilfe von Hypnosetechniken können Sie lernen, sich Ihre Erinnerungen, Selbstheilungskräfte und persönlichen Fähigkeiten für die Erreichung Ihrer individuellen Ziele nutzbar zu machen. Psychische Symptome werden als Lösungsversuche des Körpers verstanden, die jedoch nicht immer alltagstauglich sind. Mangels besserer Alternativen werden sie aber beibehalten. Ziel dieses hypnotherapeutischen Therapieansatzes ist es u.a.

--> alternative Verhaltensmöglichkeiten durch Anregung der Phantasie und des Vorstellungsvermögens zu etablieren;
--> problematische Vergangenheitssituationen durch Bearbeitung fehlender Erfahrungen oder Hemmnisse zu bewältigen;
--> kreative Problemlösungen durch die Entdeckung persönlicher Stärken und Fähigkeiten zu entwickeln.

Wissenschaftliche Belege der Wirksamkeit von Hypnotherapie
Die Wirksamkeit der Hypnotherapie ist in über 200 empirischen Studien für zahlreiche Neurosen, Verhaltensstörungen, medizinische Probleme und viele Bereiche der Psychosomatik nachgewiesen. Besonders erfolgreich ist der therapeutische Einsatz der Hypnose bei allen Angst- und Belastungsstörungen, Anpassungsstörungen, Ess-Störungen und Suchtverhalten (bes. Nikotinabusus), psychosomatischen Problemen wie Migräne, Schlafstörungen, Allergien, Neurodermitis u.a., somatoformen Störungen (Reizdarm), somatischen Leiden (Herpes, Warzen) und akutem Schmerz (Geburt, bei Operationen, Zahnmedizin) und chronischem Schmerz (z.B. Tumorerkrankungen, Arthritis).
Quelle: Revenstorf et al. (2003). Expertise zur wissenschaftlichen Evidenz der Hypnotherapie. Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Hypnotherapie