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Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP)

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie geht auf Sigmund Freud zurück, hat aber mit der klassischen Psychoanalyse nicht mehr viel gemeinsam. Innerhalb der tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gibt es verschiedene Richtungen. Grundannahme aller Richtungen ist, dass sich hinter dem "sichtbaren" psychischen und/oder körperlichem Symptom in der Regel unbewusste Ängste, Motivationen, Einstellungen, Wünsche, Emotionen usw. verbergen. In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie werden gemeinsam von Patient und Therapeut diese unbewussten Persönlichkeitsanteile des Patienten auf eine bewusste Ebene gebracht, die es schließlich dem Patienten ermöglichen, eben in einer "bewussten" und damit adäquateren Form wieder mit sich umgehen zu können.

Die Therapie zielt also darauf ab, einen Teil dieses Unbewussten erkennbar zu machen, um dem Patienten eine bessere Erkenntnis und Befriedigung seiner Bedürfnisse zu ermöglichen. Je größere Teile der eigenen Persönlichkeit bewusst sind, um so mehr hat man Zugriff darauf, kann sie zum eigenen Wachstum verwenden oder neue Lebensentscheidungen treffen.

Warum sind aber oft so große Bereiche unbewusst? Dies hängt wesentlich mit den frühen Bindungserfahrungen (Eltern, Geschwister usw.) zusammen. Auf manche „Charakterzüge” gab es mehr Resonanz, andere wurden vielleicht völlig abgelehnt. So eine Ablehnung kann oft vielmehr durch eine bestimmte Atmosphäre als durch tatsächliche Verbote o.ä. ausgedrückt sein. Dann blendet das Kind diese Persönlichkeitsanteile mehr oder weniger aus, da es auf das Wohlwollen und die emotionale Sicherheit durch die Eltern angewiesen ist.. Aber warum machen die eigentlich gut meinenden Eltern das? Auch für sie ist es ein unbewusster Prozess, sie haben vermutlich ähnliche „Ausblendungserfahrungen” gemacht in ihrer Kindheit. Diese Weitergabe durch die Generationen gilt es in der Therapie zumindest etwas zu durchbrechen.

Eine wichtige Rolle spielen dabei Übertragungsprozesse. Gemeint ist damit eine bestimmte Art und Weise der Kontaktaufnahme zu anderen Menschen und deren Bewertung. Wir entwickeln in unserer Kindheit "Beziehungsmuster" durch die Auseinandersetzung mit unseren Eltern und/oder anderen wichtigen Bezugspersonen und neigen dazu, Beziehungen, die wir in unserem späteren Leben zu weiteren Menschen aufnehmen, nach den gleichen Mustern zu organisieren. Auch die Beziehung zum Psychotherapeuten wird unbewusst so gestaltet, wie wir es schon immer gemacht haben. In der Therapie wird versucht, diese Muster zu erkennen und bewusst zu machen, um eine größere Variationsbreite des Verhaltens zu ermöglichen und zu verhindern, dass man immer wieder die gleichen Fehler macht.

Dazu kommt, dass ein bestimmtes Verhaltensmuster, das in der Kindheit entwickelt wird, zu diesem Zeitpunkt Sinn macht und ins Verhaltensmuster einer Person aufgenommen wird. Mit diesem Verhalten kommt der Mensch recht gut durchs Leben bis er auf eine Situation trifft, wo er dieses Verhalten zwar wieder anwendet, es aber unpassend ist und deshalb Schwierigkeiten verursacht. Aufgrund von bestimmten psychischen Gesetzmäßigkeiten kann es aber nicht so ohne weiteres abgelegt werden und es kommt plötzlich oder allmählich zur Entwicklung von Krankheitssymptomen, weil das angestrebte Ziel des Verhaltens nicht erreicht werden kann. Die Wurzel des Verhaltensmusters liegt also in der Kindheit, der krankmachende Effekt hingegen in der Gegenwart. Die Therapie zielt darauf ab, diesen Zusammenhang bewusst zu machen, damit ein besser passendes Verhalten entwickelt werden kann.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie dauert in der Regel zwischen 1/2 und 2 Jahren mit einer Sitzung pro Woche.